Queensland

29 06 2010

Servus Gruezi und Hallo!
Endlich habe ich mal wieder ein bisschen Zeit gefunden, um mich um meinen Blog zu kuemmern. Seitdem ich hier das letzte Mal hier reingeschrieben habe, ist so viel passiert, dass ich das nicht alles im einzelnen ausfuehren kann. Ich versuche mich daher kurz zu fassen:

BUNDABERG:
Die erste Station noerdlich von Fraser Island war Bundaberg. Hier haben wir erstmal an einem Campingplatz am Wasser ein paar ruhigere Tage verbracht und das erste Deutschlandspiel geguckt (Anstoss nachts um 4:30).

TOWN OF 1770 (surfen + motorrad fahren):
Das naechste Ziel war Town of 1770. Die Stadt bzw das Dorf bzw die paar Haeuser heissen deshalb so, weil Captain Cook hier zum ersten Mal 1770 den Boden von Queensland betreten hat. Hier waren wir zwar nur einen Tag, aber den habe ich perfekt genutzt. Mittags gings fuer 3 Stunden surfen und danach auf eine Motorrad Tour. Mit einem normalen deutschen Autofuehrerschein konnte man Mini Choppers fahren, die allerdings bis zu 80 km/h schaffen. Fuer jemanden wie mich, der noch nie Motorrad gefahren ist, war das echt verdammt geil!

WHITSUNDAY ISLANDS (segeln + schnorcheln):
An den Whitsunday Islands haben wir einen 2 taegigen Segeltrip inklusive Schnorcheln unternommen. Wir haben also 2 Naechte auf dem Boot uebernachtet und tagsueber immer mal wieder im Korallenriff mit hunderten bunten Fischen geschnorchelt. Echt ein einmaliges Erlebnis! Am zweiten Tag sind wir an Land gegangen und haben ein paar Stunden an einem der weissesten Straende der Welt gechillt und sind mit den Rochen geschwommen, die Steve Irwin auf dem Gewissen haben!

MAGNETIC ISLAND:
Vor Townsville liegt die relativ kleine Insel Magnetic Island. Eine sehr gruene Insel, auf der ueberall riesige Felsbrocken herumliegen. Hier haben wir eine kurze Wanderung zu vom Urwald ueberwucherten Befestigungsanlagen aus dem ersten oder zweiten Weltkrieg gemacht und sind an einigen einsamen Palmenstraenden geschwommen.

GREAT BARRIER REEF (tauchen):
Von Port Douglas haben Julian und ich einen eintaegigen Bootsausflug mit 3 Tauchgaengen unternommen. Also diesmal nicht nur an der Wasseroberflache schnorcheln, sondern mit Sauerstoffflasche ca 12 Meter tief am auesseren Great Barrier Reef tauchen. Zu sehen gabs natuerlich wieder wunderschoene Korallen, etliche kleinere bunte Fische, aber auch ein paar richtig grosse bzw einen kleinen Hai und einen Rochen.

CAPE TRIBULATION:
Danach gings zum noerdlichsten Punkt, den wir an der Ostkueste angefahren haben. Am Cape Tribulation existiert der Regenwald noch so aehnlich, wie er zu Zeiten der Dinosaurier ausgesehen haben muss. Die schoenen Palmenstraende runden das Ganze dann schoen ab.

CAIRNS:
Zur Zeit sind wir wieder in Cairns. Von hier aus gehts dann in ein paar Tagen ins Outback zum Ayers Rock, Kings Canyon etc.



Fraser Island

14 06 2010

Ueber Carmen, die ich in Neuseeland kennengelernt hatte und die ich zufaellig im Hostel in Byron Bay wiedergetroffen habe (sowas passiert hier staendig), habe ich Julian und Vincent kennengelernt, die mit einem Allrad Jeep Richtung Cairns fahren und mich freundlicherweise mitnehmen. Also sind wir dann zu viert von Brisbane Richtung Fraser Island aufgebrochen und haben auf dem Weg kurz die Glasshouse Mountains besichtigt, Marco und Philip in Gunalda besucht und in Tin Can Bay am Ufer Delphine gefuettert!

Fraser Island ist die groesste Insel der Welt, die komplett aus Sand besteht. Richtige Strassen gibt es hier quasi gar nicht, sodass man nur mit einem 4 Wheel Drive auf die Insel darf. Damit kann man dann den 75 Meilen langen Strand entlangduesen oder sich seinen Weg ueber eine der Sandpisten im Urwald bahnen. Insgesamt haben wir 4 Naechte auf Fraser gecampt und es war wirklich paradisisch schoen. Ewig lange Sandstraende ohne viele Touristen, dichter gruener Regenwald, kristallklare Seen mit weissem Sand, ein altes Schiffswrack, riesige Sandduenen und mehr oder weniger gefaehrliche Dingos.
Also tagsueber irgendeinen Trip ueber die Insel und abends im Meer baden und direkt in den Duenen zelten. Auf jeden Fall ein Highlight meiner ganzen Reise!



Brisbane und Gold Coast

14 06 2010

Hallo und mal wieder Gruesse aus Australien!
Nachdem ich heile in Brisbane gelandet bin, habe ich mir einen Tag lang die nicht besonders schoene, aber auch nicht gerade haessliche Stadt angeguckt.

Danach gings erstmal Richtung Sueden nach Byron Bay, einem kleinen malerischen Dorf am oestlichsten Punkt des australischen Festlandes. Hier habe ich mich dann zum ersten Mal im Surfen versucht und feststellen muessen, dass einem ein bisschen Snowboard-Erfahrung nicht wirklich weiterhilft. Ein Berg hat halt im Gegensatz zu Wellen den praktische Vorteil immer genau da zu bleiben, wo er ist.

Zwischendurch war ich in der kleinen bunten Hippie Kumune Nimbin. Hier werden Drogengeschaefte derart offensichtlich betrieben und ohne, dass es irgendjemanden interessiert, dass es zum Ziel etlicher Hippies und Rucksackreisenden geworden ist.

Wieder weiter Richtung Norden liegt Surfers Paradise, eine unschoene Mischung aus Miami und Ballermann. Entlang der Kueste reihen sich direkt am Strand Hochhaeuser mit Hotels etc aneinander, sodass das Ganze seinen Namen eigentlich nicht verdient hat. Aber eine Nacht hier zu feiern, war eigentlich echt lustig.

Wieder zurueck in Brisbane habe ich mich nach einem Job umgesehen und war nach einem kurzen Interview und einer Art Einfuehrungstag bei einer Marketing Agentur eingestellt. Im Klartext hiess das aber, dass wir auf der Strasse fuer eine Hilfsorganisation Spenden sammeln mussten. Dafuer habe ich sogar einen 2-stuendigen Kurs bekommen, in dem wir die Grundlagen gelernt haben, die Leute dazu zu bringen zu spenden. Soweit war das alles noch ok. Allerdings wurden wir danach bezahlt, wie viele Kunden wir hatten, beziehungsweise wie viele Spenden wir einbrachten. Alles in allem war das Ganze derart unlukrativ, sodass ich nach meinem zweiten Tag einfach wieder gekuendigt habe.