Welcome back!

13 08 2010

Jetzt bin ich schon seit ungefähr einer Woche zu Hause und dachte mir, dass ich nochmal was zum Abschluss hier reinschreibe:

Schon ein paar Tage, bevor man aus Australien wegfliegt, fragt man sich was man eigentlich auf die Frage „Und? Wie wars?“ antworten soll. Das ist nämlich gar nicht so einfach.
Klar, man kann zwar Fotos zeigen oder erzählen, was man alles erlebt hat, aber das ist nicht das, was die Reise zu dem gemacht hat was sie letztendlich war. Es sind nicht die atemberaubenden Landschaften, die komplett andere Tier- und Pflanzenwelt, die vielen verschiedenen Menschen aus der ganzen Welt oder die aufregenden Erlebnisse; Es ist viel mehr das völlig andere Lebensgefühl! Man kommt zwar nach Australien, um den Regenwald, das Great Barrier Reef oder das Outback zu sehen, aber man nimmt etwas ganz anderes mit nach Hause.

Wenn man ein halbes Jahr lang herumreist, wird das Reisen genauso zum Alltag wie früher das Arbeiten oder die Schule. Man steht jeden Morgen mit der Gewissheit auf, dass man irgendwas Neues erlebt oder jemand Neues kennenlernt. Oft weiß man gar nicht, wo man sich zwei Tage später überhaupt befindet. Es kann einfach alles passieren, ohne dass man viel vorausplant. Man lässt sich einfach treiben und davon überraschen, was in der nächsten Stadt oder auf der nächsten Straße auf einen wartet. Niemand schreibt einem irgendetwas vor. Man tut einfach das, worauf man gerade Lust hat. All diese Sachen werden also zum Alltag und das Gefühl dabei lässt sich einfach schwer beschreiben! Das Tolle ist, dass es jedem Reisenden so geht. Jeder genießt es einfach, was in den Hostels und auf der Straße eine unbeschreibliche Atmosphäre schafft.

Das halbe Jahr hat auf jeden Fall meine Sichtweise auf viele Dinge und unsere Welt verändert. ‚Zu Hause‘ ist einfach nur ein Ort, an dem man aufgewachsen ist. Nicht mehr und nicht weniger. Ich kann nur jedem raten, etwas Ähnliches zu unternehmen. Geht raus in die Welt solange ihr jung seid und verschreibt euch nicht zu früh dem engstirnigen Leben in Deutschland! Man lebt ja bekanntlich nur ein einziges Mal!

Danke an alle, die hier mitgelesen haben und besonders an die, die auch mal einen Kommentar geschrieben haben. Wenn man so lange unterwegs ist, freut man sich immer über jede Nachricht von zu Hause, egal wie sinnvoll oder sinnlos.

Das war dann jetzt auch der letzte Artikel, den ich hier reinschreibe.
Später wird es hier wohl noch mein Jongliervideo zu sehen geben.

Um es mit den letzten Worten aus ‚Avatar‘ zu sagen:
This is Thomas signing off.

Cheers!



Singapur

11 08 2010

Singapur ist die sauberste Großstadt, in der ich je war. Das ist aber auch kein Wunder, da es unglaublich hohe Strafen auf Umweltverschmutzung gibt. Schmeisst man eine Zigarette einfach auf die Straße, kann man sogar ins Gefängnis kommen!

Ich war den ganzen Tag mit einer Deutschen und einem Belgier unterwegs, die ich bei meiner Ankunft am Flughafen bzw im Hostel kennengelernt hatte. Zusammen haben wir uns Chinatown angeguckt, einige Tempel besichtigt, einheimisches Essen probiert und am Strand ein paar Bier getrunken.
Abends war ich noch mit dem Belgier in einem Restaurant in Little India, bevor ich dann völlig fertig ins Bett gefallen bin.



Off to Never Never Land

2 08 2010

G’day mates! Schoene Gruesse aus Darwin!

Die letzten paar Wochen war ich also mit zwei anderen deutschen Backpackern im Outback unterwegs. Wir haben uns in Cairns zusammen einen Campervan gemietet und sind damit 5000 Kilometer nach Alice Springs, zum Ayers Rock und nach Darwin gefahren. Obwohl das Outback die meiste Zeit nicht mehr bietet, wie oede leere Steppe und ein paar Tankstellen und man manchmal von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang nur im Auto sitzt, waren es eigentlich mit die besten zwei Wochen in Australien.
Im Outback sind die Farben des Bodens und der Pflanzen intensiver, der Himmel ist blauer, die Sonnenuntergaenge roeter und der Sternenhimmel klarer als irgendwo anders. Man ist einfach total fasziniert von der Weite und Unberuehrtheit der einzigartigen Landschaft!

Wenn man an Australien denkt, denkt man natuerlich unter anderem erstmal an den Ayers Rock. Der Uluru ist aber im Vergleich zu anderen Felsformationen, Canyons und Schluchten in der Region eher langweilig. Viel beeindruckender sind zum Beispiel die Olgas oder der Kings Canyon.
Alle paar hundert Kilometer gibt es mitten im Nichts athmosphaerische Outback-Kneipen, in denen saemtliche Besucher Kleidungsstuecke, Geldscheine oder Ausweise an die Waende genagelt haben. Zwischendurch kommen einem immer wieder ueber 50 Meter lange Roadtrains (drei bis vier Anhaenger) entgegen, die unseren kleinen Campervan fast von der Strasse geblasen haben und natuerlich das ein oder andere Kaenguru oder Wallabie in die ewigen Jagdgruende schicken (oder auch mal ne ganze Kuh).

Kurz vor Darwin waren wir im Litchfield Nationalpark, in dem man ueberall am Strassenrand vier bis fuenf Meter hohe Termitenhuegel stehen sieht. In kleinen Wasserloechern oder in Wildbaechen kann man baden oder sich auch mal einen 13 Meter tiefen Wasserfall runterstuerzen.

Darwin gefaellt mir echt gut, obwohl es hier eigentlich nicht viel anders ist als in Cairns, nur halt nochmal um einiges heisser. Aber meine letzten Tage in Australien waren auf jeden Fall noch richtig cool, nicht zuletzt, weil ich hier noch ein paar Backpacker wiedergetroffen habe, die ich von der Ostkueste kenne.

Mal schauen, ob ich mich nochmal aus Singapur melde. Ansonsten sieht man sich dann im Sauerland!